Behördenverzeichnis 2012

Neu können Sie mit untenstehendem Link das Behördenverzeichnis der Kantonalkirche Schwyz mit allen wichtigen Adressen der Synodalen, GKP, Rekurskommission, Kirchenräte, Pfarrkapitel und Kirchgemeinden herunterladen.

Behoerdenverzeichnis_2011-12.pdf

Bericht Herbstsynode

Neuer Beitragsschlüssel gab zu reden

An der ordentlichen Synode der Evangelisch-reformierten Kantonalkirche stand eine Vereidigung, die Wahl der Aktuarin am Anfang der Beratungen. Auf Interesse stiess die Beantwortung der Motion Dubs. Sie zeigt, dass eine weite Vorausschau für die Kirchgemeinden unbedingt nötig ist. Der Vortrag des Ratspräsidenten des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes, Dr. Gottfried Locher, zeigt klar auf, wie wichtig es ist, eine gemeinsame nationale und internationale Plattform der Reformierten zu haben. Im Vorfeld der Budgetberatung gab der neue Verteilschlüssel einiges zu reden. Der Voranschlag selbst passierte oppositionslos. Dasselbe galt für vier beantragte Kündigungen von Verträgen und Mitgliedschaften. Ein Antrag betreffend Umbenennung der Verfassung wurde zurückgezogen und der Antrag für die Weiterführung der Arbeit am Leitbild fand keine Zustimmung. Einmal mehr zeigte sich, dass es auch in Zukunft weitsichtiger Planung bedarf und es nicht ausgeschlossen ist, dass nach guten Zeiten diese sich ändern könnten.

fl. 25 der 30 Delegierten aus den sechs evangelisch-refomierten Kirchgemeinden trafen sich am Samstagmorgen in Pfäffikon zu ihrer ordentlichen Synode. Nach der eindrücklichen Andacht, gehalten von Pfarrerin Rahima Heuberger, wurden die Sachgeschäfte in Angriff genommen. Als erstes wurde Manuela Kohli (Höfe) als neues Mitglied vereidigt und die vakante Stelle des Aktuars der Synode konnte mit Erika Dubler (March) wieder besetzt werden. Mehr Zeit in Anspruch nahm die Antwort auf die Motion Dubs, welche im Frühjahr überwiesen wurde. Die neu gebildete Finanzkommission hat sich mit den Themen auseinander gesetzt und die nötigen Zahlen eingeholt. Die Antwort machte klar, dass es nicht ausgeschlossen ist, dass die guten Zeiten bald einmal vorbei sein könnten. Sollte der Steuereinzug bei juristischen Personen wegfallen, hätte das für die Kirchgemeinden mehr oder weniger gravierende Folgen. Ob es überhaupt so weit kommt ist noch vollkommen offen. Nichtdestotrotz müssen sich die Finanzverantwortlichen mit solchen Szenarien befassen. Grosse Auswirkungen dürfte auch die allfällige Annahme der Erbschaftssteuerinitiative haben. Auch das Stottern der Wirtschaft und deren Weiterentwicklung dürfen nicht ausser Acht gelassen werden. So ist es unbedingt nötig, den bisherigen Planungshorizont von fünf Jahren zu erweitern. Bei der Kommissionsarbeit ist auch der Gedanke wieder aufgenommen worden, einen Hilfsfond zu gründen. Diese Idee gilt es nun weiter zu entwickeln.

Auf ein grosses Interesse stiess der Vortrag von Dr. Gottfried Locher, Ratspräsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK), zum Thema „Was würde uns fehlen, wenn wir nicht mehr beim SEK dabei wären“. Sehr engagiert und klar zeigte er deutlich auf, wie wichtig die Erschaffung theologischer Grundlagen, die Kontakte zu Politik, die Pflege der ökumenischen Beziehungen sind. Dazu ist eine nationale Ebene nötig da diese Aufgaben weder von Kantonalkirchen noch den Kirchgemeinden umfassend wahrgenommen werden könnten. Auch ist eine Vertretung auf dem internationalen Parkett ein wichtiger Faktor. Wäre man nicht mehr dabei, würden nicht in erster Linie die Dienstleistungen fehlen, sondern vor allem ginge ein Stück Identität verloren.

Das Thema SEK kam dann im nächsten Traktandum aus anderer Sicht zur Sprache. Ab 2012 gilt nämlich ein neuer Beitragsschlüssel, der die Kantonalkirche Schwyz massiv trifft. Dessen Zusammensetzung wurde den Synodalen aufgezeigt. Neben dem bisherigen Faktor „Mitgliederzahl“ hat der Faktor „Ressourcenindex“ ein grosses Gewicht. Und genau dort liegt der Hase im Pfeffer. Mit diesem hat nämlich der Kanton Schwyz genau dasselbe Problem, indem er für den nationalen Finanzausgleich (NFA) ab kommendem Jahr ebenfalls massiv mehr bezahlen muss. Der nun neue Schlüssel SEK hat noch für weitere Beiträge Gültigkeit so dass ab 2012 eine Mehrbelastung von knapp Fr. 20‘000 und ab 2013 von rund Fr. 33‘000 anfällt. Dass das nicht eitel Freude auslöst, versteht sich von selbst und es gab daraus eine kurze Diskussion. Der Voranschlag 2012 passierte aber diskussionslos. Keine Wortmeldungen gab es zu Anträgen des Kirchenrates: Die vorsorgliche Kündigung des Kirchenboten soll den Weg für eine freie Entscheidung in Sachen Kirchenzeitung ermöglichen. Im Weiteren werden auf Ende 2012 die Mitgliedschaft beim Verein „Ökumenische Beratungsstelle Religiöser Sondergruppen und Sekten, Luzern“, dem Verein „Luzerner Telebibel“ und beim Klinikpfarramt Davos aufgelöst. Der Antrag von Martin Häberli (Küssnacht) betreffend Umbenennung des Begriffs „Verfassung“ in „Organisationsstatut“ wurde nach der Darlegung von stichhaltigen Gegenargumenten zurückgezogen. Ein weiterer Antrag desselben Antragsstellers betreffend Weiterführung der Arbeit beim Leitbild fand keine Zustimmung. Dieses Projekt bleibt also vorläufig weiterhin aufs Eis gelegt. Zum Schluss wurde Peter Bieri (Arth-Goldau) gebührend verabschiedet. Er ist ein Mann der ersten Stunde in der Kantonalkirche und tritt nun auch in seiner Kirchgemeinde nach 22 Jahren Behördentätigkeit, davon 20 Jahre als Präsident, ins zweite Glied zurück. Auch diesmal bleiben nach der Synode Themen offen, die in naher Zukunft, aber mit Weitblick anzugehen oder weiter zu entwickeln sind.

Fritz Lengacher

 

 


 

 

   
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