Kurzbericht zur 51. Synode der Evang.-ref. Kantonalkirche Schwyz, 9. November 2019 in Oberarth

v.l.: Roland Meyer, Präsident und Ueli Dubs Vizepräsident Synode

Bildlegende v.l.: Roland Meyer, Präsident, Ueli Dubs Vizepräsident Synode

„Herz und Herz zusammen…“. Mit diesem Lied begann die 51. Synode der Evangelisch-reformierten Kantonalkirche Schwyz in Arth-Goldau. In einem der Haupt-Traktanden beantragte das Pfarrkapitel mit Erfolg einen Budgetbetrag für ein kantonales Konfirmanden- und Jugend-Treffen. Dieses wird im Herbst 2020 in der Kirchgemeinde Höfe stattfinden mit dem Ziel, das Gemeinschaftsgefühl der Schwyzer reformierten Jugend zu fördern.

Reglement der Synode: Eine lebendige Debatte gab es zu einem Artikel im neu vorgelegten Entwurf zum Geschäftsreglement der Synode (Reglement 40). Die Reglementskommission wünschte, dass Personen für externe Gremien delegiert oder abgeordnet werden (z.B. an nationale Synode der EKS oder an Generalversammlungen von kirchlichen Organisationen) entsprechend verpflichtet werden können,

im Vorfeld zu Wahlen und Abstimmungen zu informieren und das Stimmverhalten bekanntzugeben. Nach vielen Voten und Diskussionen wurde das Reglement 40 letztlich ohne diesen Artikel verabschiedet.

Strategiekommission:
Peter Bertschi (Präsident der im Frühling gebildeten kantonalen Strategiekommission), berichtete über den Stand der Beratungen und zur Planung für 2020. Er betonte, dass es sich um einen längeren Prozess handelt und dazu baldmöglichst eine Gesprächs-Synode nötig wird. Ziel ist, die verschiedenen Erwartungsgruppen «abzuholen», Brennpunkte zu konkretisieren und die Strategie gut gestützt mit Prioritäten bestücken zu können. Der Antrag für die Gesprächs-Synode wurde einstimmig genehmigt; im April 2020 wird die ordentliche Synode dementsprechend zeitlich und thematisch erweitert.
Im Weiteren wurde die Strategiekommission beauftragt und ein entsprechender Antrag genehmigt, eine externe Moderation zu beauftragen.

Budget 2020 und Finanzplanung:
Regula Heinzer-Wäspi (Finanzverantwortliche der Kantonalkirche) präsentierte das ausgeglichene Budget 2020 (einstimmig genehmigt) und den Finanzplan bis ins Jahr 2026 (zur Kenntnisnahme). Ihre Arbeit wurde mit grossem Applaus verdankt.

Letzte Abgeordnetenversammlung des SEK (Schweiz. Evang. Kirchenbund):
Die AV-Delegierten Heinz Fischer und Pfr. Urs Heiniger berichteten über die kürzliche AV in Bern. Diskussionsstoff lieferte erneut der Beschluss der AV, die zivile „Ehe für alle“ zu befürworten. Dekan Klaus Henning Müller gab von seiner Seite her zu bedenken, dass dieser Entscheid von „oben herab“ gefällt worden sei – ohne entsprechende Rückfragen bei der Basis (den Mitgliedkirchen und Kirchgemeinden). Die vielseitige Medienberichterstattung erwecke den Eindruck, es gäbe eben doch eine «Kirchen-Regierung». Weitere Voten von Synodalen entgegnen, dass «befürworten» nicht «befehlen» bedeutet. An diesem und weiteren Themenpunkten zeigte sich auch bei der Schwyzer Synode, dass unterschiedliche Meinungsbildung zum heutigen Reformiert-Sein gehört – und dies tut auch gut.

11.11.2019/Sandro Bugmann, Bruno Jakob, Heinz Fischer